Für die Märchenspaziergänge von Di. 5. und Mi. 6. Sept. 2017 werden keine online Reservationen mehr entgegengenommen! Vor Ort werden an der Abendkasse je 30 weitere Plätze in der zeitlichen Reihenfolge vergeben. 

Grundsätzlich nehmen wir 100 Online-Reservationen entgegen und danach werden weitere 30 Plätze an der Abendkasse vergeben. Die maximale Teilnehmerzahl von 130 kann aus sicherheitstechnischen Gründen nicht überschritten werden. Die Abendkasse ist ab 19 Uhr geöffnet und die Vergabe geht nach dem Prinzip first come - first serve (Vergabe der Tickets nach der zeitlichen Reihenfolge).

Märchenspaziergang 2017 in Schloss und Schlosspark Meggenhorn

- zum Thema Freundschaft am Di. 5. und Mi. 6. September 2017 im Schloss Meggenhorn um 19.30

'Es ist kein Geld doch macht es reich, ein Herz aus Stein wird davon weich, es ist etwas was der Teufel nicht kennt, etwas das man Freundschaft nennt.' (unbekannt)

Wie werden falsche von wahren Freundschaften unterschieden?
Welches sind die Grenzen einer Freundschaft?
Wie wird grenzenlose Treue gewürdigt?

Während jedem Märchenspaziergang erzählen je sechs Erzählerin ganz unterschiedliche Geschichten mit unglaublichen und auch ganz einfachen Lösungen zu diesen drei Fragen.

 

Leider müssen wir aus Krankheitsgründen den Märchenabend vom 19. Juni 2017 ausfallen lassen. 


Wir hoffen sehr Sie an einem anderen Datum wieder bei uns begrüssen zu dürfen.

 

 

Zwischen Frühling und Winter

<Im Leben geht es nicht darum zu warten, bis das Unwetter vorbeizieht, sondern darum zu lernen im Regen zu tanzen.> (unbekannt)

Das aktuell wechselhafte Aprilwetter macht seinem Namen alle Ehre und fordert uns geradezu heraus, mit dem Sprichwort im Alltag klar zu kommen. Das Programm der Frühlingsserie 2017 bietet kleine Lebenshilfen dazu: herzerwärmend, jauchzend und äusserst verführerisch.

Jahresprogramm 2017 - alle Daten auf einen Blick!

Frühlingsserie in der Loge, Luzern

Do. 18. Mai mit Inge Hauenschild und Martina Frey

Mi. 24. Mai mit Irène Brun, Romy Zweili und Sibylle Amrein

Mi. 31. Mai mit Rita Schmid und Gasterzählerin Edith Bratschi

Fr. 2. Juni mit Heike Freiesleben und Tina Tobler

Mi. 14. Juni mit Gabriela Bonetti, Sonja Riedi und Zita Bär (Gesang)

Mo. 19. Juni mit Brigitta Gemsch und Christel Müller

Märchenspaziergänge im und um Schloss Meggenhorn zum Thema Freundschaft

Di. 5. und Mi. 6. Sept. 

Herbstserie in der Loge, Luzern

Do. 19. Okt. mit Inge Hauenschild und Martina Frey

Mi. 25. Okt. mit Brigitta Gemsch und Sibylle Amrein

Do. 2. Nov. mit Romy Zweili und Sonja Riedi

Mi. 8. Nov. mit Heike Freiesleben und Tina Tobler

Do. 16. Nov. mit Christel Müller und Gabriela Bonetti

Mi. 29. Nov. mit Irène Brun und Rita Schmid

 

Frühlingserwachen um und in uns

Kein Ablauf in der Natur, den wir nicht in unserem Inneren gespiegelt finden. Seit Lichtmesse (Mitte Februar) werden die Tage spürbar länger, Körper und Seele tanken mehr Sonnenstunden. Standvögel wie der Graureiher haben im Februar mit dem Nestbau begonnen, die ersten Rückkehrer, wie beispielsweise die Misteldrossel lassen seit Mitte Februar ihren wohltönenden Schlag vernehmen. Schneeglöckchen (Schneeglöckchen-Märchen) und Haselblühten künden unwiderruflich vom Frühling wie auch die grünseidig-grausamtenen, so treffend von Christian Morgenstern beschriebenen Weidekätzchen.

Und - auch in uns regt sich dieses Sehnen und der bevorstehende äussere Aufbruch spiegelt sich in drängenden Gedanken und Taten.

Das bekannte Grimm- Märchen „Der goldene Schlüssel“ kann auch unter diesem Blickwinkel betrachtet werden. Der goldene Schlüssel, der sobald er einmal gefunden wurde, mit seiner Passgenauigkeit den Deckel des verschlossenen Kästchens mit einem Male aufspringen lässt, könnte zur Metapher werden, für den wiederkehrenden Frühling in uns,  welcher nach dem Ruhen und dem unsichtbaren Werden in der äusserlich starren Winterszeit, jäh aufbrechen will.

Gerne schliessen wir uns in diesem Sinne dem irischen Segenswunsch an: „Mögest du hundert Frühlinge erleben, aber nur einen Herbst.“

Ihre Abendspinnereien

Märchen: Der goldene Schlüssel

Zur Winterszeit, als einmal ein tiefer Schnee lag, mußte ein armer Junge hinausgehen und Holz auf einem Schlitten holen. 

Wie er es nun zusammen gesucht und aufgeladen hatte, wollte er, weil er so erfroren war, noch nicht nach Haus gehen, sondern sich erst Feuer anmachen und ein Bischen wärmen. Da scharrte er den Schnee weg, und wie er so den Erdboden aufräumte, fand er einen goldnen Schlüssel. Nun glaubte er, wo der Schlüssel wäre, müßte auch das Schloß dazu seyn, grub weiter und fand ein eisernes Kästchen; ei, dachte er, wenn der Schlüssel nur paßt, denn es waren gewiß wunderbare und köstliche Sachen darin. Er suchte, aber es war kein Schlüsselloch da, endlich fand er doch noch ein ganz kleines, und probirte, und der Schlüssel paßte gerad, da drehte er ihn einmal herum, und nun müssen wir warten, bis er vollends aufgeschlossen hat, dann werden wir sehen, was darin liegt. (Bürder Grimm KMH 200)

Die längste Nacht und die drei goldigen Haare

Am 21. Dezember wurde am dunkelsten Tag des Jahres das Licht neu geboren, welches nun während einem halben Jahr beständig an Kraft gewinnen wird. Wenn das nicht hoffnungsvoll stimmt? Doch vom Hellerwerden ist in dieser dunkelsten Zeit des Jahres noch nichts zu spüren, und intuitiv ziehen sich 

die Menschen in ihr Inneres und ihre Wohnungen zurück. Dort pflegen sie in ihren Herzen das immer brennende Licht mit Kerzen, Meditationen, Schlafen, Zeit mit Freunden und Familie - und Märchenerzählen.

Unser herzliches Dankeschön gilt Ihnen allen, denn ohne die Treue unserer Zuhörerinnen und Leser gäbe es auch uns Abendspinnereien nicht. Als dankbare Geste finden Sie unten dieses kleine, ungemein kräftige Zaubermärchen von den drei goldigen Haaren, welches genau so treffend die Wiedergeburt des Lichts am Tag der Wintersonnwende, wie auch den täglichen Sonnenaufgang in ein kräftiges Bild fasst.

Auf dass Sie alle das Zitat aus China in allen Dunkeln Zeiten begleiten möge. Ihre Abendspinnereien

Alle Dunkelheit der Welt reicht nicht, um das Licht einer einzigen, kleinen Kerze auszulöschen.


Die drei goldenen Haare (Slawisches Märchen)

Es war einmal ein alter Mann. Mitten in der Nacht, in einer dunklen Nacht, ging er durch den Wald. Sein Licht war fast abgebrannt, und nur mühsam fand er den Weg. Da sieht er in der Ferne einen Schein, und Rauch steigt auf. Er geht darauf zu, und als er die Waldhütte erreicht, ist sein Licht niedergebrannt. Kaum, dass er die Türe aufgestossen hat, sinkt er erschöpft zu Boden. Am Feuer sitzt eine alte Frau, die Uralte. Als sie den Mann sieht, steht sie auf, geht zu ihm hin und trägt ihn zum Feuer. Da wiegt sie den Alten in ihrem Schoss, und sie summt: „m-mm, m-mm, m-mm“ sie wiegt ihn in den Schlaf. Die ganze Nacht lang wiegt sie ihn und singt dazu ein altes Lied. Noch bevor der Morgen graut, ist der Alte zu einem jungen Mann geworden, zu einem Jüngling mit goldenem Haar. Die Alte singt weiter: „m-mm, m-mm, m-mm“ und der Jüngling schläft.

Als der Morgen dämmert, ist aus dem Jüngling ein Knabe geworden, und als die Nacht dem Morgen weicht, da zupft die Alte dem Kind drei goldene Haare aus und wirft sie auf den Boden. „Ping - ping - ping“. Da wacht das Kind auf, die Alte lässt das Kind von ihrem Schoss, er läuft zur Tür, öffnet sie, und als Morgensonne steigt er zum Himmel hinauf.

Witwesümmerli - zu deutsch: Altweibersommer

und

Ankündigung Herbstserie

Im Herbst lassen die jungen Baldachinspinnen ihre Fäden durch die Luft fliegen, welche anscheinend an das silberne Haar älterer und alter Frauen erinnert. Der Volksglauben wies die Gespinste den Elfen oder Zwergen wie auch den Nornen und der Jungfrau Maria zu. Man nahm an, dass es baldige Hochzeit verheisst, wenn sich fliegende Spinnfäden im Haar eines jungen Mädchens verfangen...

Was jedoch sicher gesponnen wird, sind die Geschichten/Abende der Abendspinnereien, welche am 7. November in die Herbstserie starten. Fäden von Geschichten mit verzwickten Aufgaben und von jungen Botschaften in alten Mären werden abgewickelt und Netze gewoben mit dem nährenden Geruch warmer Marroni und der List starker Frauen.

Wer vom Märchenbrunnen auf Schloss Meggenhorn trinkt, wird auf eine Weltreise der speziellen Art entführt.

Auf kleinstem Raum findet die Märchenweltreise statt.

Impressionen vom Märchenspaziergang 2016

Der Märchenspaziergang steht vor der Tür

Für heute Donnerstag können keine Reservationen mehr entgegengenommen. An der Abendkasse werden 30 Tickets vergeben.

Grundsätzlich nehmen wir 100 Online-Reservationen entgegen und danach werden weitere 30 Plätze an der Abendkasse vergeben. Die maximale Teilnehmerzahl von 130 kann aus sicherheitstechnischen Gründen nicht überschritten werden. Die Abendkasse ist ab 19 Uhr geöffnet und die Vergabe geht nach dem Prinzip first come - first serve (Vergabe der Tickets nach der zeitlichen Reihenfolge).

Nach den sommerlichen Reisen

Der Blick aus dem Slowakischen Teil des Tokajer Weingebietes zurück nach Luzern.

Bald sind alle aus den Ferien zurück und der Alltag nimmt die vertraute Gestalt an. Noch höre ich die Stimme des (inneren) Kindes, das fragt: "Und was passiert, wenn unsere Reise zu Ende ist?" "Dann machen wir eine neue Reise!"

Wie die Märchenhelden und –heldinnen sind wir für unsere sommerlichen Reise aufgebrochen, haben etwas gewagt und das Vertraute verlassen – wenn auch oft mit viel weniger Not, als in den Märchen beschreiben. Erlebt haben wir viel, sei es in Begegnungen und fremden Umgebungen oder im Liegestuhl auf einer inneren Reise mit einem Buch. Und alle sind wir zurückgekehrt, egal ob zu Fuss oder im Flugzeug, und alle bringen wir neue Erkenntnisse und Schätze mit, die uns hoffentlich helfen den menschlichsten Wunsch dieser Welt umzusetzen: in Frieden und Glück zu leben.

Die eigentlichen Entdeckungsreisen bestehen nicht im Kennenlernen neuer Landstriche,
sondern darin, etwas mit anderen Augen zu sehen. 
Marcel Proust 

Voranzeige: Am 11. September findet das KLEINE Märchenfest im von-Rütte-Gut, Nähe Biel statt.

Freuen Sie sich auf ein Potpourri von Märchenperlen erzählt von 18 Erzählerinnen und Erzählern, worunter sich auch fünf Abendspinnerinnen befinden. 

Erzählt wird von 12 Uhr bis 22 Uhr im Saal.

1. Block 12.00-15.00: Märchen für die ganze Familie ab 5 Jahren, unter anderem mit Gabriela Bonetti um 13h

2. Block 15.30-18.30: Märchen für Erwachsene und Kinder ab 9 Jahren, unter anderem mit Rita Wüst um 15h

3. Block 19.00-22.00: Märchen für Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahren, unter anderem mit Martina Frey um 19h und Christel Müller um 20h

Voranzeige 6. und 8. September: In 28 Tagen amnehmen die Abendspinnerinnen Sie anlässlich der Märchenzeit auf den immer wieder einzigartigen Märchenspaziergänge (zur Anmeldung) in und um Schloss Meggenhorn/LU mit auf eine Reise um die Welt.

Hier finden Sie Bilder der letztjährigen Märchenspaziergänge 2015 zum Thema "Heimat - die Schweiz erzählt". Und weiter einige Eindrücke vom 15. September 2015 (Quelle Luzerner Rundschau, Fotos Joséphine Schöb).

Vom Maikäfer im Flug

Der Mai bringt neben der Hauptblühtezeit der meisten Pflanzen den nicht überall gerne gesehenen Maikäfer mit sich. Hubert Polacek ist ein spektakuläres Bild eines Maikäfer im Flug gelungen und warum die Käfer im Baslerjahr in Ob- und Nidwalden fliegen, lässt sie hier nachlesen.

Einen aufblühenden Märchenstrauss können Sie in der Loge geniessen: Mai-Programm in der Loge.

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Mehr zu den einzelnen Erzählerinnen finden sie hier

Zum Frühlingsanfang

„Hüpfen Eichhörnlein und Finken, siehst Du schon den Frühling winken“, besagt eine alte Bauernregel.

So gesehen winkte der Frühling seit Weihnachten immer wieder und gab den nachbarlich geprägten Gesprächen über das Wetter rund um den Nicht-Winter wiederholt Nahrung.

Das „Werweissen“ über das Wetter gehört zu den unverfänglichsten Themen beim Schlangestehen oder beim nachbarschaftlichen Schwatz von Tür zu Tür. Denn das Gespräch über das Wetter verbindet ohne zu viel Nähe entstehen zu lassen.

Wir könnten uns aber auch vom Schäfer in der unten aufgeführten Weisheitsgeschichte inspirieren lassen und uns „angewöhnen, stets das zu mögen, was wir bekommen“. Im Bekommen verstecken sich die alltäglichen Begegnungen mit den Menschen auf der Strasse, im Büro oder beim Einkaufen, welche wir uns nicht ausgesucht haben. Wer es einfacher haben will, übt sich mit dem Wetter, das oft nicht das bringt, was wir uns gewünscht haben.

Ein Wanderer trifft einen Schäfer und fragt ihn: “Sie können mir sicher sagen, wie heute das Wetter wird?” Der Schäfer überzeugt: “Genau so, wie ich es gerne habe.” Der Wanderer etwas verdutzt: “Woher wissen Sie, dass es genau so sein wird?” “Mein Freund, meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass ich nicht immer das bekomme, was ich mir wünsche. Deshalb habe ich gelernt, stets das zu mögen, was ich bekomme. Und so bin ich mir sicher, das Wetter wird heute so sein, wie ich es mag.”    Von Anthony de Mello in „Warum der Schäfer jedes Wetter liebt“